Zur Eröffnung begrüßte Galerieleiter Thomas Niemeyer das Publikum herzlich und freute sich über die langjährige Kooperation mit dem Gleichstellungsbüro. „Kunst ist dazu da, Menschen zusammenzubringen. Die Filmkunst gehört selbstverständlich auch dazu“, so Niemeyer.
Milewski betonte in ihrer kurzen Ansprache, wie wichtig der Einsatz für Gleichstellung auch heute noch ist. So sei beispielsweise die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen in der Grafschaft Bentheim deutlich größer, als im Bundesschnitt: „Bundesweit haben wir den „Equal Pay Day“, also den Tag der Lohngleichheit, am 7. März begangen. In der Grafschaft Bentheim dürfte der Termin aber eigentlich erst am 12. April stattfinden“, so Milewski. Auch das Thema Gewalt gegen Frauen sei erschreckend aktuell: Jeden Tag werde in Deutschland eine Frau durch ihren (Ex-)Partner ermordet. „Das ist ein unhaltbarer Zustand, der nicht länger hingenommen werden darf“, so Milewski.
Anschließend wurde in entspannter Atmosphäre der Dokumentarfilm geschaut: gebannte Stille in manchen Szenen, lautes Lachen in anderen und am Ende tosender Applaus – für den Film, aber auch für die „unbeugsamen Frauen“, die er porträtierte. „Die Unbeugsamen“ aus dem Jahr 2021 beleuchtet die Geschichte von Frauen, die sich trotz zahlreicher Hürden und Vorurteile ihren Platz in der Bonner Bundespolitik erkämpften. „Ein Film, der berührt, aufrüttelt und Mut macht. Genau das war auch an diesem Abend zu spüren“, stellte die städtische Gleichstellungsbeauftragte Anja Milewski fest.
Nach dem Kinofilm wurden noch viele Gespräche geführt. „Es war ein Abend voller nachdenklicher Impulse, Begegnungen, Austausch und Zusammenhalt“, freuten sich Niemeyer und Milewski zum Abschluss. Der Kinoabend bildete den Abschluss der diesjährigen Veranstaltungsangebote rund um den Internationalen Frauentag.
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