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Die Teilnehmerinnen der berufsbegleitenden Fortbildung freuen sich zusammen mit den Dozentinnen Petra Holtkamp, Susanne Schmidt-Barlag, Silke Westerkowsky und Nancy Gertzen über den erfolgreichen Abschluss (Foto: VHS Meppen)

Meppen. Dreizehn Frauen haben bei der VHS Meppen die Fortbildung zur Kindertagespflegeperson absolviert und Zertifikate erhalten. Die meisten von ihnen sind Mütter, die nach der Erziehungsphase weiter mit Kindern arbeiten möchten.
„Das Angebot von Kinderbetreuungsmöglichkeiten für Kinder bis zu drei Jahren wird im Emsland stetig weiter ausgebaut“, erläutert die VHS-Fachbereichsleiterin Rita Rottau. Vor diesem Hintergrund würden Tagespflegepersonen stark nachgefragt. Die VHS Meppen bietet regelmäßig eine berufsbegleitende Grundqualifizierung zur Tagesmutter an. Durchgeführt wird sie nach dem Curriculum des Deutschen Jugendinstituts (DJI) in Kooperation mit dem Landkreis Emsland sowie den Familienzentren Twist und Geeste.

Der aktuelle Lehrgang begann im Mai letzten Jahres. In den 160 Unterrichtsstunden setzten sich die Teilnehmerinnen aktiv mit pädagogischen Fachfragen auseinander. Welche Aufgaben hat die Tagespflege? Wie gestalte ich die Eingewöhnungsphase? Kinder fördern und Haushalt managen: Wie lässt sich das vereinbaren? Was sind die rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen? Wie gehe ich kreativ und konstruktiv mit Konflikten um?

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Praktische Erfahrungen konnten die Teilnehmerinnen im Mütterzentrum Haren sowie in den Kindertagesstätten St. Franziskus in Twist-Schöninghsdorf, „Purzelbaum“ in Lathen-Wahn und im Kindergarten des St. Vitus-Werkes in Meppen sammeln. Sie fertigten zudem eine schriftliche Hausarbeit an und nahmen am Ende an einem Abschlusskolloquium teil. Der Lehrgang war für die Teilnehmer kostenlos, dank einer Förderung durch den Landkreis Emsland. Die Teilnehmerinnen mussten lediglich die Kosten für Lehr- und Lernmittel aufbringen.

Viele Teilnehmerinnen sind bereits in verschiedenen Projekten, bei der Hausaufgabenbetreuung oder privat als Tagesmutter tätig. So betreut zum Beispiel Annika Möllerhaus bei der Katholischen Erwachsenenbildung Meppen Flüchtlingskinder, während deren Mütter Deutsch lernen. „Ich habe das wegen meiner fünf Enkelkinder gemacht und fand den Lehrgang sehr interessant“, erläutert die 51-jährige Nadja Kenf aus Haren. Da ihre Tochter selbständig sei und auch am Wochenende manchmal unterwegs ist, kann sie ihr bei der Kinderbetreuung helfen.

Bei der Zertifikatübergabe bedankte sich die Lehrgangsleiterin Petra Holtkamp bei ihren Kolleginnen und Prüferinnen Silke Westerkowsky, Nancy Gertzen und Susanne Schmidt-Barlage. „Ihr wart eine tolle Truppe, die von Anfang bis Ende durchgehalten hat“, lobte sie die Teilnehmerinnen der Fortbildung zur Kindertagespflegeperson. Zeugnisse erhielten: Irina Epp, Anita Möllerhaus, Maresa Rolfes, Leica Ruhara, Jessica Sasse, Anna Schomaker, Daniela Schulte, Anne Foppe, Ines Gebbe, Magdalena Hermes, Sonja Hessel, Melanie Hollstein, Nadeshda Kenf.

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