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v.l.: Stefanie Geiger (Landkreis Grafschaft Bentheim), Marc-André Burgdorf (Landkreis Emsland), Karl-Heinz Brüggemann, Klaus Hackmann

Am Mittwochnachmittag wurde bei der Polizeiinspektion Emsland / Grafschaft Bentheim die Verkehrsunfallstatistik 2017 präsentiert. Der Leitende Polizeidirektor Karl-Heinz Brüggemann und Polizeihauptkommissar Klaus Hackmann stellten die Entwicklungen gemeinsam mit Vertretern der Ordnungsbehörden der beiden betroffenen Landkreise vor. Dem Bundes- und Landestrend entsprechend, befindet sich auch die Polizeiinspektion Emsland / Grafschaft Bentheim in Bezug auf die tödlich verletzten Unfallbeteiligten auf historisch niedrigem Niveau.

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In 2017 sind in beiden Landkreisen zusammen 19 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. Deutlich schlechter steht es dabei um die Entwicklung bei den schweren Verkehrsunfällen. Diese nehmen hier gegen den Bundtrend weiter zu. Inspektionsleiter Brüggemann führt den sinkenden Anteil der bei diesen schweren Unfällen verstorbenen Personen vor allem auf die verbesserte Fahrzeugtechnik und die hervorragende medizinische Infrastruktur zurück. Äußerst erfreulich ist die Entwicklung bei den an tödlichen Verkehrsunfällen beteiligten jungen Fahranfängern. Mit lediglich zwei Verstorbenen zwischen 18 und 24 Jahren wurde dabei ebenfalls ein Allzeittief erreicht. Aus polizeilicher Sicht haben Präventionsprojekte wie „Abgefahren, wie krass ist das denn?“ dabei sicherlich einen nicht unerheblichen Anteil an der positiven Entwicklung.

Der stetig wachsende Anteil an Pedelecs und E-Bikes macht sich mittlerweile auch verstärkt in der Unfallstatistik bemerkbar. Während 2012 noch etwa 380.000 Räder mit Elektrounterstützung verkauft wurden, waren es 2017 bereits 720.000. Die Unfälle mit diesen Fahrrädern nehmen deutlich zu. Drei der insgesamt 92 Unfälle endeten tödlich. Die polizeiliche Aufarbeitung dieser Fälle führte zu dem Ergebnis, dass alle drei Verstorbenen noch leben könnten, hätten sie einen Sturzhelm getragen. Unterschiedlichste Maßnahmen haben in beiden Landkreisen dazu geführt, dass die Zahl der sogenannten Baumunfälle deutlich rückläufig ist. Vertreter von Landkreisen und Polizei führen dies vor allem auf die Installation von Schutzplanken an Gefahrenpunkten zurück.

Ob die Geschwindigkeitsreduzierungen an Modellstrecken im Emsland auch dazu beigetragen hat, ist strittig. In der Grafschaft haben sich die Zahlen ähnlich gut entwickelt, auch ohne dieses Projekt. Verstärkt soll in Zukunft das Problemfeld der Ablenkung durch Smartphones in den Fokus genommen werden. Entsprechende Präventions- aber auch Repressionsprojekte sind in Vorbereitung.

(c) Foto: Polizei Emsland

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